Homeoffice – Dein Job von zuhause

I. Homeoffice und Corona

II. Homeoffice für neue Projetke: Keine Langeweile zuhause

III. Homeoffice-Nebenjob

I. Homeoffice und Corona

Anfang 2018 veröffentlichte bitkom eine Statistik zu Homeoffice, nach welcher vier von zehn Arbeitgebern (39 Prozent) ihre Mitarbeitenden ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten lassen. Nach Angaben von bitkom seien es neun Prozent mehr gewesen als ein Jahr zuvor. Gründe der Unternehmen, die kein Homeoffice anbieten variieren wie folgt:

67 Prozent wollten ihre Mitarbeiterinnen nicht ungleich behandeln, da nicht jeder Job von zuhause aus möglich sei.

56 Prozent befürchteten eine sinkende Produktivität durch den fehlenden direkten Austausch mit Kolleginnen.

32 Prozent fehlten es an Kontrollmöglichkeiten der Arbeitszeit.

Weitere Gründe, Zahlen und Fakten könnt ihr im entsprechenden Presseartikel von bitkom nachlesen.

Auch wenn die Coronazeit als große Herausforderung anzusehen ist, bringt sie uns zumindest in einem weiter: Digitalisierung und damit auch im Umgang mit flexiblen Arbeitsmodellen. Homeoffice war schon vor Covid-19 vor allem auf Seiten der Arbeitnehmer sehr gefragt. Weite Arbeitswege, Mangel an Kinderbetreuung, Haustiere und andere Gründe treiben den Wunsch von zuhause arbeiten zu können voran. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der Unternehmen das Projekt „Homeoffice“ ausprobieren können oder sogar müssen. Und wer weiß, vielleicht behält der ein oder andere Arbeitgeber diese Möglichkeit auch nach der Coronakrise bei.

Du bist zum ersten Mal im Homeoffice? Folgende Tipps helfen bei der Strukturierung deines neuen Arbeitsalltags:

1. Organisation & Motivation zuhause: Wie schaffst du dir ein produktives Umfeld?

Folgende Punkte helfen dir bei der Gestaltung eines produktiven Arbeitsambientes zuhause:

1.1 Ablenkung vermeiden

Zeitmanagement Homeoffice

Wer schon mal eine Hausarbeit fürs Studium geschrieben hat, kennt das Problem: Prokrastination [= das Verschieben, Aufschieben von anstehenden Aufgaben, Tätigkeiten]. Man holt sich nur eben einen Kaffee aus der Küche und ups verbringt man plötzlich 45 Minuten damit sie sauber zu machen. Das Smartphone leuchtet auf, man checkt ein paar Nachrichten, Instagram, Facebook und schon findet man sich 20 Minuten später mit einem vollen Einkaufswagen auf einer Shopping-Webseite. Jetzt heißt es hart bleiben! Meine Tipps:

  • Nutze die Zeit am Morgen, die sonst für den Arbeitsweg draufgeht, um Klarschiff zu machen. Räum deinen Arbeitsbereich auf, putze die Küche oder häng deine Wäsche auf.
  • Weg mit dem privaten Handy. Am besten deaktivierst du WLAN und mobile Daten. Sollte etwas wichtiges sein, bist du per Anruf noch erreichbar. Das ständige Klingeln von WhatsApp und Co. fällt weg.

1.2 Plane kurze Pausen ein

Pause mit Kaffee und KuchenWenn du merkst, dass es ohne Ablenkung nicht geht, dann plane bewusst Pausen dafür ein. Schau dir diese Möglichkeiten an:

  • Nimm dir klassisch eine Stunde Mittagspause und überleg dir etwas, worauf du dich freuen kannst: ein Spaziergang, ein Fitness-Workout, Lieblings-Kuchen backen oder du nimmst dir ausgiebig Zeit für ein gutes Mittagessen.
  • Nach Möglichkeit kannst du dir die Stunde auch aufsplitten, z.B.: Erlaube dir 15 Minuten Vormittags-, 30 Minuten Mittags- und 15 Minuten Nachmittagspause. Hier kannst du dann Wäsche aufhängen, online shoppen oder was immer du willst und deine Arbeitszeit unterteilt sich in vier kurze Arbeitsetappen.

1.3 Setze dir Ziele

Vor allem solltest du dir deine Ziele richtig setzen. Nutze Zeitmanagement-Methoden, um strukturierter arbeiten zu können, z.B.:

  • Eisenhover-Prinzip: Hierbei ordnest du deine Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Mehr dazu hier.
  • Pareto-Prinzip: Lerne wir du in 20% der Zeit 80% deiner Ergebnisse erreichst! Mehr dazu hier.
  • Die ALPEN-Methode: Diese Methode hilft dir deinen Tag zu planen. Mehr dazu hier.

Natürlich gibt es weitere Methoden. Die drei genannten sind nicht nur besonders anerkannt und verbreitet, sondern auch meine persönlichen Favoriten.

2. Wie trenne ich Arbeitszeit von Freizeit bei der Arbeit zuhause?

Nicht jeder hat das Glück ein Arbeitszimmer in den eignen vier Wänden zu haben. Dabei ist das die beste Möglichkeit, um beim Homeoffice Beruf von Freizeit zu trennen. Wer allerdings im Wohnzimmer, auf dem Balkon oder sogar im Bett arbeitet, hat diese räumliche Trennung nicht.

Meine Tipps für dich:

  • Versuche trotzdem eine räumliche Trennung zu schaffen. Definiere einen Platz nur für’s Arbeiten. Rück einen Tisch ans Fenster oder stell einen Raumtrenner zwischen Schreibtisch und Sofaecke. Es ist erstaunlich wie stark unser Gehirn und damit unsere Konzentration auf visuelle Merkmale eingeht.
  • Überleg dir ein Ritual. Beispielsweise könntest du nach dem Feierabend die Sachen von der Arbeit wegräumen und eine Runde stoßlüften. Oder du gehst Spazieren und bekommst so den Kopf frei. Mach dir einen leckeren (Virgin-)Cocktail, ruf deine Mutter an oder hör laut Musik und tanz dir den Alltag von Körper und Seele.

II. Homeoffice für neue Projekte: Keine Langeweile zuhause

Langeweile durch Kurzarbeit, Zwangsurlaub, Urlaub der ausfällt, ungenutzte Wochenenden zuhause? Mach dir dein eigenes Homeoffice, indem du an deine Weiterbildung denkst oder die Zeit nutzt, um das Internet als Plattform für Kreative zu nutzen!

Chance nutzen und Businessideen umsetzen: Du wolltest schon immer einmal etwas Selbständiges in die Wege leiten? Jetzt hast du die Zeit für deinen Blog, deine Webseite, deinen Youtube-Channel, dein eigenes Buch. Was ist es was dich schon seit längerem in den Fingern juckt? Teile dein Wissen über Kochen und Rezepte. Motiviere andere mit deinen Fitness-Übungen. Informiere Bücherwürmer über empfehlenswerte Krimis oder zeig deine Kunstwerke aus deiner Bastelecke. Du brauchst Unterstützung oder hast allegemeine Fragen zum Theme “Selbstständig im Internet”? Kontaktiere mich gerne und ich versuche dir, alle deine Fragen zu beantworten.

Fortbildungen: Bilde dich in den Bereichen weiter, die dich interessieren. Such dir ein gutes Workbook, ein interessantes YouTube-Tutorial oder melde dich für ein Webinar an, um persönlich und beruflich weiterzukommen. Du wolltest schon immer eine Fremdsprache lernen? Dein Wissen über SEO-Maßnahmen ist nicht mehr aktuell und du brauchst eine Auffrischung? Dir wurde ein wirkungsvolles Buch zu Zeitmanagement oder Business-Planung empfohlen? Nutze die Zeit sinnvoll. Setze dir kleine Ziele und erreiche Schritt für Schritt dein ICH 2.0.

Nichts tun ist natürlich auch ok. Doch wenn du dir während des „normalen“ Alltags schon oft gewünscht hast mehr Zeit für deine Passion zu haben – hier ist sie!

III. Homeoffice-Nebenjob

Du steckst in der Kurzarbeit und das Geld wird knapp? Du spielst mit dem Gedanken mit einem Nebenjob von zuhause aus Geld zu verdienen? Du suchst einen Studentenjob im Homeoffice?
Ich stelle dir 5 Nebenjobs im Homeoffice für Studenten, Rentner sowie Vollzeitverdiener und Kurzarbeiter vor:

1. Produkttesterin / Teilnahme Onlineumfragen

Viele Plattformen bieten dir die Möglichkeit Unternehmen von Zuhause aus bei der Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen.
Werde Produkttester und lass dir Produkte zukommen, die du für einen bestimmten Zeitraum ausprobierst. Deine Aufgabe besteht in der Beurteilung: Wirkt das Produkt wie es soll? Ist es einfach in der Anwendung? Wie steht es um die Verarbeitung und Haltbarkeit?

Pro: Du bekommst kostenlose Alltagsprodukte wie Rasierer und Cremes und wirst für deren Verwendung auch noch bezahlt!

Contra: Oft handelt es sich bei der Entgeltung um geringe Honorare oder lediglich Gutscheine und Rabatte.

Nimm an Online-Umfragen teil: Viele Marktforschungsinstitutionen aber auch Agierende in der freien Marktwirtschaft arbeiten mit Statistiken zu Konsumverhalten- und -bedürfnissen von Kunden. Bei Online-Umfragen hast du die Möglichkeit deine Gewohnheiten, Bedürfnisse und Meinungen kundzutun. Oftmals werden hier spezielle Typen gesucht z.B. “männlich – Nichtraucher – Erwerbstätiger” oder “weiblich – Autobesitzer” oder “Alter von 18-35 – sportlich – Student”, etc.

Pro: Mit einfachen Klicks und ohne besonderes Fachwissen ist dieser Job sehr leicht.

Contra: Viele Anbieter entlohnen lediglich mit Gutscheinen, Rabattcoupons oder der Teilnahme an Gewinnspielen

2. Telefonistin / Kundenbetreuerin

Ran ans Telefon oder an die Computertastatur: Als Kundenbetreuerin ist es oft egal von wo aus du arbeitest. Große Unternehmen locken mit mediterranen Arbeitsplätzen oder der Möglichkeit per Telefon oder Chatoption von zuhause aus zu arbeiten.

Pro: Der Job bietet oft Struktur durch feste Arbeitszeiten.

Contra: Oft herrscht Schichtarbeit und du musst halt den ganzen Tag Kunden betreuen 😛

3. Lektorin / Übersetzerin / Texterin

Na das ist doch mal ein schöner Job! Da ich selbst als Texterin arbeite, stehe ich natürlich vollkommen hinter dieser Homeoffice-Tätigkeit. Wichtig ist, dass du dich mit der deutschen Rechtschreibung auskennst, bzw. als Übersetzerin auch sehr gut die entsprechende Fremdsprache beherrscht. Jetzt brauchst du noch etwas Schaffenskraft und du kannst dir direkt eine Stelle suchen. Eine Google-Suche bringt dich schnell zu den neuesten ausgeschriebenen Jobs als Texterin im Homeoffice, Übersetzungs-Jobs und Co. Eine weitere Möglichkeit Geld mit dem geschriebenen Wort zu verdienen, sind Texter-Plattformen wie textbroker und Co. Achtung: Die Bezahlung bei solchen Plattformen rechnet sich pro Wort und orientiert sich an einer Einschätzung deiner Fähigkeiten.

Pro: Wer gern schreibt, wird es lieben.

Contra: Oft schlecht bezahlt und ein gewisses Können ist gefragt.

4. Tiersitterin

Frau mit Gänsen und HundTierfreunde aufgepasst, hier kommt euer Traum-Nebenjob: Der beste Freund des Menschen, egal ob Hund, Katze oder Kanarienvogel, muss hin und wieder vom Besitzer in Betreuung gegeben werden. Sei es wegen der Arbeit, aufgrund von einem Wochenendausflug oder weil Herrchen und/ oder Frauchen ohne den haarigen Vierbeiner in den Urlaub fliegen. Über Facebook-Gruppen oder auf eBay-Kleinanzeigen könnt ihr nach Gesuchen schauen oder selbst ein Angebot als Tiersitterin inserieren. Auch bieten verschiedene Plattformen die Möglichkeit, dass Tierhalterinnen und Tiersitterinnen zusammenkommen.

Pro: Du liebst Tiere und jetzt kannst du damit sogar Geld verdienen.

Contra: Du richtest dich zeitlich nach deinen Auftraggebern (Hauptarbeitszeiten, Wochenenden, etc.).

5. Onlinenachhilfe

Hier boomt das Geschäft: Gerade zu Zeiten der Coronakrise werden viele Nachhilfelehrerinnen gesucht. Die Schule fällt aus und trotzdem sollen Schülerinnen und Schüler vorankommen. Und während die Erwachsenen weiter (im Homeoffice) arbeiten, brauchen die Kinder eine Beschäftigung.

Gibt es ein Schulfach indem du weiterhelfen kannst? Dann melde dich bei einem der vielen Plattformen für Online-Nachhilfe an.

Pro: Du kannst deinen Stundenlohn sowie deine Arbeitszeiten flexibel gestalten.

Contra: Hier ist Fachwissen gefragt.

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